Dabbing-Blog

Rauchen vs. Verdampfen – das sind die wesentlichen Unterschiede

von Lukas Ehmer - 12 May, 2019

Der Konsum unserer beliebten, potenten grünen Göttin ist mittlerweile seit Jahrtausenden ein äußerst gefragter Zeitvertreib. Und auch, wenn es immer wieder Probleme gab und nach wie vor gibt, lassen die Konsumenten es sich nicht nehmen, dem Genuss der Pflanze zu verfallen. Mittlerweile haben sich jedoch zahlreiche Fans mit den verschiedensten Konsumtechniken auseinandergesetzt und diese weitgehend ausgereift. Dampfen heißt das neue Rauchen und hat sich in den letzten Jahren auch hierzulande ausgebreitet, wie ein Lauffeuer. Grundlos hat sich der neue Trend jedoch nicht durchgesetzt. Und so treffen wir von Tag zu Tag immer mehr Leute, die der neuen Konsumform verfallen sind und darauf schwören. Warum das so ist, und was es mit dem Verdampfen von Kräutern und deren Extrakten auf sich hat, erläutern wir Dir in folgendem Artikel.

Was heißt verdampfen?

Wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, handelt es sich bei dieser Konsumform nicht um das Inhalieren von Rauch, sondern von Dampf. Dieser entsteht, wenn Du Dein Blütenmaterial oder auch Extrakte und Öle auf eine bestimmte Temperatur erhitzt. Und genau das ist das Stichwort. Die bestimmte bzw. richtige Temperatur. Denn beim Verdampfen ist es essenziell, dass Du Dein Material nicht zu sehr erhitzt. Wenn das Material zu heiß wird, verbrennt es und es entsteht der Rauch, wie wir ihn bisher kannten. Im Grunde ist das nicht schlimm. Allerdings haben fleißige Konsumenten und Fachleute mittlerweile herausgefunden, dass diese Art des Konsums nicht die beste, gesündeste und schonendste ist.

 Was heißt rauchen?

Beim Rauchen geht es darum, bestimmte Stoffe zu verbrennen, um dann den entstehenden Rauch zu inhalieren. Zigaretten, Pfeifen, Wasserpfeifen etc. Sie alle funktionieren nach demselben Prinzip, Verbrennung. Und auch, wenn sich diese Methode bisher durchgesetzt hat, ist sie auf dem absteigenden Ast. In den letzten 10 Jahren hat sich in Bezug auf die Konsumform nämlich einiges getan und die Leute haben nicht nur herausgefunden, wie schädlich das Inhalieren verbrannter Stoffe eigentlich ist, sondern auch, dass der Effekt, welcher daraus resultiert ein anderer ist, als wenn die Substanzen verdampft werden.

Was sagt die Medizin?

Das Rauchen bestimmter Kräuter findet seit Anbeginn unserer Zeit nicht nur zum freizeitlichen Genuss seine Anwendung, sondern wurde und wird bis heute vor allem in der Medizin dazu verwendet, die Symptome bestimmter Krankheiten zu bekämpfen. So gibt es einige Patienten, welche darauf angewiesen sind, Kräuter zu inhalieren, um ihren Alltag beschwerdefrei bewältigen zu können. Aber was bringt es schon, wenn der Körper frei von bestimmten Symptomen ist, auf der anderen Seite durch den inhalierten Rauch jedoch wieder geschädigt wird. Das sind im Endeffekt Nebenwirkungen, die man eigentlich nicht haben möchte und mit dem Verdampfen von Stoffen auch vermeiden könnte.

Das sind die wesentlichen Unterschiede

Der Hauptunterschied zwischen dem Rauchen und dem Verdampfen liegt in den durch den Vorgang freigesetzten Stoffen. So gibt es in unseren Kräuterextrakten hunderte verschiedenster Stoffe, wie beispielsweise THC, CBD, CBN oder CBG, um nur ein Bruchteil der enthaltenen Stoffe zu nennen. Und jeder dieser Stoffe verfügt über einen anderen Flammpunkt. Das heißt, die Temperatur, bei welcher sich über einer bestimmten Substanz brennbare Gase und andere Stoffe bilden, um eine Verbrennung zu gewährleisten.

Beim Rauchen Deiner Kräuterextrakte oder Blüten, wird automatisch eine viel höheren Temperatur erreicht, als wenn Du sie verdampfen würdest. Das bedeutet, es werden automatisch mehr Stoffe erzeugt, welche Du dann inhalierst. Im ersten Moment klingt das natürlich super. Mehr Stoffe, heißt mehr Wirkung oder? Falsch gedacht. Denn bei den durch die Verbrennung freigesetzten Stoffen, handelt es sich bei Weitem nicht nur um die, welche Du inhalieren willst und solltest. Unsere Cannabinoide verdampfen bei einer Temperatur von +- 170°. Beim Rauchen entstehen jedoch weitaus höhere Temperaturen. Das heißt, es entstehen außerdem gesundheitsgefährdende Stoffe, indem die Verbindungen zwischen den organischen Molekülen und den Kohlenstoffatomen aufgebrochen werden. Aufgrund dessen werden die sogenannten „freien Radikale“abgesondert, welche wiederum schädliche Toxine hervorbringen. Um es auf den Punkt zu bringen, wenn wir unsere Kräuter rauchen, befinden sich im inhalierten Rauch um die 88 % an Inhaltsstoffen, welche nichts mit den gewünschten Cannabinoiden zu tun haben.

Es ist also ein absoluter Irrglaube, dass das Rauchen von Kräutern gesund wäre. Denn ganz egal, ob normale Zigarette oder Zigaretten mit Kräutern. In Deiner Lunge lagert sich in beiden Fällen Teer ab, welcher auf Dauer zu starken gesundheitlichen Beschwerden, wie einer chronischen Bronchitis oder sogar Lungenkrebs führen kann.

Wir können also guten Gewissens behaupten, dass das Verdampfen von Kräutern, Extrakten oder Ölen um ein Vielfaches schonender für die Gesundheit ist, als das Verbrennen und somit Rauchen dieser Substanzen. Beim Verdampfen ist die Temperatur manuell, genau einstellbar, wodurch ein Verbrennen der Stoffe vermieden werden kann. Die Durchschnittstemperatur, bei welcher die Extrakte mittels sogenanntem Vaporizer verdampft werden liegt, wie oben bereits erwähnt, bei etwa 170°. Ab etwa 200-230° beginnen die Stoffe zu verbrennen. Alles, was darunter liegt, sorgt dafür, dass die guten Stoffe verdampfen und freigesetzt werden, während die toxischen Substanzen ruhen. Überzeugend ist jedoch der Unterschied der Menge des Cannabinoid-Gehalts im Gegensatz zum Rauch. Denn die liegt hier bei etwa 95 %, wenn Du alles richtig machst.

Aber auch ökonomisch gesehen befindet sich das Verdampfen auf der Überholspur

Beim Verdampfen von Kräutersubstanzen werden Pi mal Daumen 46 % der gewünschten Cannabinoide freigesetzt, während es beim Rauchen nur etwa 25 % sind. Darüber hinaus werden Deine Kräuterextrakte beim Rauchen verbrannt, selbst wenn Du gerade nicht inhalierst. Das heißt, es gehen um die 30 % Deines kostbaren Guts in die Luft und lösen sich dort auf. Der Verdampfer hingegen gibt nur das an Dampf heraus, was Du auch wirklich inhalieren möchtest. Du gibst also automatisch weniger Geld aus, weil Du natürlich auch weniger verbrauchst. Wenn Du jetzt aber immer noch nicht überzeugt bist, kannst Du Dir das ganz einfach ausrechnen.

Angenommen Du investierst monatlich eine Summe von 100 Euro, um Dich zu versorgen, verlierst durch das Rauchen jedoch 30 %. Dann sind das pro Monat 30 Euro. 30 Euro, die Du Dir jeden Monat sparen kannst, wenn Du auf einen Verdampfer umsteigst. Die Kosten für einen hochwertigen Verdampfer würden sich also ziemlich schnell amortisieren.

Diese Argumente vertreiben auch die letzten Zweifel

Die wesentlichen und wichtigsten Unterschiede zwischen dem Rauchen und dem Verdampfen von Kräutern haben wir jetzt durch. Das ist jedoch noch nicht alles. Es gibt noch ein paar weitere kleine aber feine Unterschiede, welche für das Verdampfen von Kräutern sprechen.

 

  1. Wesentlich effizienter

Das Verdampfen von Kräutern und deren Extrakten ist um weiten effizienter als das Rauchen. Wir haben bereits geklärt, wie viel der potenten Cannabinoide beim Rauchen verloren gehen. Darüber hinaus ist aber auch die Wirkung beim Verdampfen eine intensivere. Im Klartext heißt das, dass Du beim Verdampfen einer bestimmten Menge eine stärkere Wirkung erzielst, als wenn Du dieselbe Menge rauchen würdest.

 

  1. Rauchfrei lebt es sich einfach angenehmer

Das Dampfen ist nicht nur für Dich selbst gesünder und angenehmer, sondern auch für Deine Mitmenschen. Hast Du beispielsweise Kinder oder andere Nichtraucher in Deiner Nähe, so ist das Rauchen oft ein großer Störfaktor. Es stinkt, nebelt über einen längeren Zeitraum alles voll und Deine Mitmenschen müssen gezwungener Maße alle Giftstoffe mit einatmen. Beim Verdampfen jedoch ist der Geruch nicht so stark und der Dampf verschwindet ziemlich schnell wieder aus der Luft. Auch legt sich der Dampf nicht auf Möbeln oder Klamotten ab, wodurch diese nicht anfangen zu stinken.

 

  1. Der Geschmack ist unvergleichlich

Während Du beim Rauchen immer noch den Geschmack von Tabak und anderen verbrannten Stoffen dabei hast, wird Dich beim Dampfen der reine und angenehmen Geschmack der verdampften Substanz überzeugen. Darüber hinaus ist auch die Wirkung beim Verdampfen nicht zu vergleichen mit der vom Rauchen. Der Zustand ist viel angenehmer und nicht so drückend.

  1. Keine gelben Zähne

Dadurch, dass beim Verdampfen kein Nikotin inhaliert wird, lagert sich dieses auch nicht auf Deinen Zähnen ab. Das heißt, Du kannst so viel und so oft Dampfen, wie Du willst und wirst weiterhin schöne, blitzende, weiße Zähne haben. Na, wenn das nicht super klingt ;-).


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