Atomizer

Atomizer: Vaporizer der besonderen Art

Das Vapen hat sich in vergangener Zeit zu einer der beliebtesten Konsumarten entwickelt und immer mehr Anwender wechseln dazu über, da die Vorteile offensichtlich sind. Für Neulinge sind die unterschiedlichen Möglichkeiten zum Vapen allerdings oft überwältigend und wenn dann Begriffe wie „Atomizer“ in den Raum geworfen werden, stehen die meisten zunächst einmal auf dem Schlauch.

Was ist ein Atomizer?

Eigentlich sollten Vaporizer grundsätzlich als Atomizer bezeichnet werden, denn schließlich handelt es sich dabei um das Heizelement des Pens. Er „atomisiert“ sozusagen die Blüten oder das Konzentrat und verwandelt es in winzige Tröpfchen, die inhaliert werden können. Genau genommen ist der Atomizer der wichtigste Bestandteil eines jeden Vaporizers, denn ohne diesen könnte kein Dampf entstehen.

Technisch gesehen besteht der batteriebetriebene Atomizer aus dem Docht und den elektronischen Spiralen (Coils). Der Docht (typischerweise aus Baumwolle oder Silikon-Fasern) absorbiert das Öl aus der Cartridge, sodass diese zur elektronischen Spirale (e-Coil) gelangen kann. Solange die Cartridge Öl enthält, ist der Atomizer dazu in der Lage Dampf zu produzieren. Sobald das Öl in Kontakt mit der E-Coil bzw. dem batteriebetriebenen Heizelement tritt, verwandelt es sich in Dampf.

Die Leistung eines Atomizers wird in Ohm gemessen. Umso niedriger die Ohm Anzahl ist, desto leistungsfähiger ist das Gerät. Wenn du auf der Suche nach einem diskreten Vape sein solltest, wirst du mit weniger Leistung besser bedient sein. Solltest du jedoch eher große Dampfwolken bevorzugen, wird mehr Energie benötigt. Außerdem kannst du auch anhand des Geschmacks festmachen, wie leistungsfähig dein Atomizer sein soll. Falls nur eine minimale Menge an Dampf erzeugt wird, brauchst du mehr Power. Schmeckt der Dampf dagegen verbrannt war es zu viel des Guten.

Die einzelnen Bestandteile eines Atomizers

Versuchen wir am besten das Ganze noch einmal so simpel wie möglich zusammenzufassen. Grundsätzlich verfügt jeder Vaporizer, Vape Pen o. ä über fünf Hauptbestandteile. Diese sind folgende:

  • Die Batterie: Ohne Batterie hast du keine Stromversorgung und ohne Strom kannst du die Coils nicht erwärmen. Selbstverständlich, kannst du ohne heiße Coils auch keinen Dampf erzeugen.
  • Die Cartridge: Sie ist der kleinste Bestandteil und der Ort an dem das zu dampfende Material aufbewahrt wird. Sie wird von den Heater Coils dichtgemacht und kommt ausschließlich in Kontakt mit dem Docht. Cartridges können entweder austauschbar oder wiederverwendbar sein. Ausnahmen sind Drip Tip Atomizer – diese kommen ohne Cartridge aus.
  • Der Docht: Der Docht kommt sowohl in Kontakt mit der Cartridge als auch mit den elektronischen Coils. Er wird innerhalb der Cartridge buchstäblich mit Öl durchtränkt, während das Öl dann durch die Baumwollfasern des Dochts gleitet, gelangt es in Kontakt mit den E-Coils. Sobald die E-Coils erhitzt und auf die gewünschte Temperatur gebracht wurden, kommt Dampf zustande.
  • Die E-Coils: Die Coils sind das eigentliche Heizelement. Sie erhalten eine direkte Stromversorgung von der Batterie und können auf Temperaturen zwischen 82°C und 260°C erhitzt werden. Vergesse dabei jedoch nicht, dass der Begriff Atomizer sich auf die Einheit bezieht, welche die E-Coils und den Docht beinhalten.
  • Das Mundstück: Eigentlich selbsterklärend. Das Mundstück ist der Teil des Vaporizers, der dir ermöglicht den Dampf vom Atomizer in deinen Mund bzw. deine Lungen zu befördern.

Wie sich unschwer erkennen lässt sind Vaporizer ziemlich simple Geräte. Sobald du die Basics der einzelnen Bestandteile verstanden hast wirst du ganz schnell begreifen wie diese funktionieren und welche Funktion jedes Teil besitzt.

Nichtsdestotrotz wird es noch einmal etwas komplizierter sobald du dich etwas näher mit den technischen Spezifikationen beschäftigst.

Die drei unterschiedlichen Arten von Atomizern

Es gibt drei verschiedene Arten von Atomizern, wovon jede ihre gewissen Vor – und Nachteile hat. Sehen wir uns die einzelnen Typen einmal genauer an:

Cartomizer sind die günstigsten und am weitesten verbreiteten Heizelemente auf dem Markt. Sie sind austauschbar, was bedeutet, dass du sie einfach ersetzen kannst, wenn du einen neuen Geschmack ausprobieren möchtest. Andererseits gelten Cartomizer mittlerweile als ziemlich überholt. Das Nachfüllen ist zwar möglich, doch es handelt sich dabei um einen schwierigen Prozess, der bei unsachgemäßer Ausführung auch den Vaporizer zerstören könnte. Und obwohl sie zunächst günstiger sind, kann das Nachfüllen auf Dauer zu einer teuren Angewohnheit werden.

Clearomizer sind die neueste und teuerste Option. Sie können die meiste Menge an Öl in ihren Klarwassertanks speichern und da diese glasklar sind ist es sehr einfach den Ölstand zu überprüfen. Ein weiter Vorteil bei der Verwendung von Clearomizern, ist die Tatsache, dass er umfassende Möglichkeiten zur Gestaltung bietet. Er kann umgebaut werden, sodass Anwender selbst über Dinge wie die Tankgröße, den Widerstandsgrad und das Material des Dochts entscheiden können. Dies macht ihn zu einer hervorragenden Wahl für erfahrene User, die sich mehr Kontrolle über ihre Vaping-Erfahrung wünschen. Abgesehen davon, sind Clearomizer aber ebenso eine gute Möglichkeit für Anfänger – einfach Tank auffüllen und genießen.

Drip Tip Atomizer sind die Urgesteine bzw. waren die ersten ihrer Art. Bei diesen tropfen die Anwender das Öl direkt auf das Heizelement – ganz ohne Cartridge. Doch warum sollte jemand scharf darauf sein die ganze Zeit Öl nachzugießen? Ganz einfach, wegen dem Geschmacksprofil. Dripping ist deshalb die bevorzugte Methode all derer, die den Geschmack voll und ganz genießen möchten. Diese Atomizer eignen sich also vor allem für fortgeschrittene User, die großen Wert auf die Verwendung hochwertiger Öle legen.

Wie Atomizer funktionieren und weshalb du einen benutzen solltest

Anstatt die Blüten oder das Öl direkt auf dem Heizelement verbrennen zu lassen, wird ein Atomizer gerade heiß genug um das verwendete Material in Dampf umzuwandeln, doch gleichzeitig bleibt er kühl genug um ein Verbrenn zu verhindern. Dies bedeutet, dass Anwender lediglich Cannabinoide inhalieren und keine Mischung aus toxischen Stoffen.

Öle und Konzentrate werden ohnehin in der Medizin verwendet, doch die meistverbreite Art des Konsums - das Rauchen - kann sehr negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Verbrennung, also das Anzünden des Materials und das anschließende Einatmen des Rauchs war lange Zeit die vorherrschende Art und Weise mit der Leute ihre Kräutermischungen genossen haben. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die gewünschten Effekte dabei innerhalb von Minuten eintreten. Doch tatsächlich werden dem Körper dabei nicht nur Cannabinoide zugefügt.

Bei Verbrennungsprozess von Pflanzenteilen werden die Moleküle darin heruntergebrochen und verwandeln sich in freie Radikale. Die Interaktion freier Radikale kann zur Entstehung vieler neuer Substanzen führen. Dazu gehören krebserregende Toxine, die auch als polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) bekannt sind. Signifikante Mengen an PAK wurden berits in den sogenannten Resin Coating Bowls entdeckt. Zwar ist es möglich, dass die schützenden Eigenschaften der Cannabinoide die Toxizität diese Substanzen mindert, doch im Idealfall sollten überhaupt keine krebserregende Stoffe inhaliert werden. Zusätzlich zu dieser Gefahr, führt Verbrennung auch zu Irritationen in der Lunge, während dies beim Vaping nicht der Fall ist.

Es gibt noch einen weiteren Punkt, der für das Vapen spricht. Der Dampf hat eine höhere Konzentration von Cannabinoiden und Terpenen als herkömmlicher Rauch. Cannabinoide benötigen Hitze um zu decarboxylieren. Dieser Prozess erlaubt ihnen eine Gruppe von Carboxylen loszulassen und zu Bestandteilen mit therapeutischen Effekten zu werden. Auf der anderen Seite sind Terpenen aber auch extrem flüchtig – Hitze zerstört sie. Um also möglichst viele Terpene zu erhalten ist eine schonende Verdampfung unerlässlich.

Das Fazit zum Thema Atomizer

Da wir nun alle grundlegenden Dinge besprochen haben, sollte soweit klar sein was ein Atomizer ist und welche Vorzüge er besitzt. Natürlich gibt es zu diesem Thema noch viele weitere Informationen, doch diese sind letztendlich eher von technischer Natur. Grundsätzlich ist die Bedienung eines Atomizers sehr einfach und wenn du einmal den Dreh raus hast wirst du wahrscheinlich keine anderen Vaporizer mehr benutzen möchten. Probiere es am besten aus und überzeuge dich selbst.