Terpene

Terpene sind der Hauptbestandteil der ätherischen Öle, die in allen Pflanzen vorkommen. Sie bilden das individuelle Geruchs- und Geschmacksprofil einer jeden Pflanze. Mehr als 8000 verschiedene Terpene sind der Wissenschaft bekannt, ihre Kombination bestimmt ganz wesentlich den jeweils individuellen Charakter eines bestimmten Strains von Medizinalpflanzen.

Terpene haben selbst keinerlei psychedelischen Effekt, aber sie beeinflussen und modulieren die Wirkung anderer Substanzen, auch die von Cannabinoiden. Die typischen Effekte, etwa einer beruhigenden Indica oder einer anregenden Sativa werden entscheidend vom Terpenprofil mitbestimmt. Mit der gezielten Auswahl der Terpene kann die Wirkung einer Cannabinoid-Zubereitung gesteuert werden. Viele Terpene haben außerdem messbare medizinische Effekte, entzündungshemmende und antiseptische Wirkungen etwa wurden für viele Terpene nachgewiesen. Breite Anwendung finden Terpene auch in der Aromatherapie.

Terpene sind sehr empfindlich gegen Licht und Wärme, weshalb Aromakräuter morgens geerntet und dunkel und kühl gelagert werden sollten. Die kalten Extraktionsverfahren mit unpolaren Lösungsmitteln zielen darauf ab, das Terpenprofil einer Heilpflanze möglichst unbeschadet für das Dabben im Rig zu erhalten. Bei anderen Herstellungsverfahren von Extrakten wird aber häufig Wärme benötigt, etwa beim lösungsmittelfreien Rosin-Pressen oder zur Decarboxylierung der Grundstoffe für E-Liquids. In diesen Fällen ist es sinnvoll, Dabs wieder mit Terpenen anzureichern. Auch für die gezielte Herstellung eines medizinisch erwünschten Wirkprofils ist der Einsatz von Terpenen empfehlenswert. Beliebige E-Liquids ohne Pflanzenharze können ebenfalls mit Terpenen aromatisiert werden, wenn etwa der spezifische Geschmack, aber nicht die Wirkung bestimmter Aromapflanzen erwünscht ist.