Dabbing-Blog

Erfahrungsbericht - mit diesen Temperaturen wird bei mir gedabbt

von Lukas Ehmer - 9 Oct, 2019

Erfahrungsbericht - mit diesen Temperaturen wird bei mir gedabbt

Die große Frage nach der richtigen Temperatur in Bezug aufs Dabbing ist nach wie vor ein Thema. Und das ist auch gut so, denn jedem Dabber sollte bewusst sein, dass er seine kostbaren Extrakte lediglich verschwendet, wenn diese nicht richtig verdampft werden. Und dafür ist das flüssige Gold auf jeden Fall zu schade. Welche Temperatur jedoch die richtige ist, kann nicht pauschalisiert werden. Es kommt immer darauf an, welche Sorte verdampft werden soll und welche Vorlieben Du hast. Nachdem ich aber jetzt schon des Öfteren gefragt wurde, bei welchen Temperaturen ich meine kostbaren Extrakte verdampfe, dachte ich mir, mach ich doch einen Beitrag dazu, um vielleicht mehreren behilflich sein zu können. Los geht’s!

Die Verwendung eines E-Nails

Das gleich vorab. Wenn ich meine Dabs verdampfe, bevorzuge ich es, einen E-Nail zu verwenden. Der einfache Grund liegt darin, dass ich hier die Temperatur genau einstellen kann und diese konstant beibehalten wird. Viele E-Nails kannst Du so programmieren, dass Deine bevorzugte Temperatur abgespeichert wird. Somit musst Du nur noch einen Knopf drücken und es kann losgehen, ohne Dich darauf konzentrieren zu müssen, wann die richtige Temperatur erreicht ist. In der Zwischenzeit, während der Nail erhitzt wird, kümmere ich mich um die wesentlichen Dinge und bereite alles andere vor. Mein persönlicher Sweet-Spot liegt in den meisten Fällen bei 285° und 300° C. Es kommt jedoch, wie bereits erwähnt darauf an, welche Sorte ich gerade verdampfen möchte. Diesen Temperaturbereich verwende ich am liebsten mit Dabs wie beispielsweise Shatter, Honey-Crystal oder auch Crumble. Das Schöne bei diesem Temperaturbereich ist die schonende Art, bei welcher die Dabs verdampft werden. Die Terpene der Extrakte bleiben alle enthalten und können ihr Aroma und vor allem ihre Wirkung frei entfalten. Bei mir war es eigentlich schon immer so, dass ich es lieber habe, wenn die Wirkung smooth eintritt, anstatt mir den vollen Hammer zu verpassen.

260° - 282° C

Soll es jedoch hauptsächlich um die Terpenprofile im jeweiligen Dab gehen, gehe ich mit der Temperatur gerne noch ein bisschen weiter runter. Lösungsmittelfreie Dabs verdampfe ich zum Beispiel am liebsten bei einer Temperatur zwischen 260° - 282° C. Ice-Wax oder auch hash rosin sind enorm empfindliche Dabbing-Konzentrate und nehmen durch die hochschmelzende Eigenschaft nicht so viel Wärme auf, wie andere Sorten. Ein weiterer Unterschied liegt in der Herstellungsmethode dieser Extrakte. Oft durchlaufen die natürlichen Trennungsmethoden nämlich nicht denselben Entparaffinierung Prozess, wie Kohlenwasserstoff-Extrakte. In der Regel werden durch das Entparaffinieren der Extrakte Fette und Lipide aus dem Konzentrat entfernt, wodurch diese weiter behandelt werden können. Bei Extrakten, wie Ice-Wax oder hash rosin, welche quasi weniger verarbeitet wurden, ist es daher nicht ungewöhnlich, dass Rückstande im Kopf Deines Nails zurückbleiben. Um dies zu verhindern, empfehle ich die Verwendung einer Carb Cap. Sie sorgt dafür, dass Dein Dab einen geringeren Siedepunkt erreicht und somit bereits bei geringen Temperaturen anfängt zu verdampfen, ohne Rückstände zu hinterlassen.

Fazit

Kurz und schmerzlos. Du kannst sehen, dass ich zu den Dabbern gehöre, welche geringere Temperaturen und somit mehr Geschmack und eine smoothere Einfuhr bevorzugen. Bist Du jedoch eher ein Verfechter der Klatsche und legst nicht so viel Wert auf das Aroma Deiner Dabs, dann spricht nichts dagegen, mit der Temperatur ein wenig höher zu gehen. Jedoch solltest Du darauf achten, dass Du es mit der Temperatur nicht übertreibst. Denn sobald die Extrakte anfangen zu verbrennen, kann es sein, dass sie an Wirkung verlieren und dann wäre ein Low-Temp-Dab wohl doch sinnvoller gewesen.

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